Dreier Regel überleben

Dreier Regel überleben

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Sind Sie schon einmal in einer Notlage gewesen, in der es um das nackte Überleben ging? Nein? Möchten Sie aber auf solch eine Lage vorbereitet sein?

Dann sollten Sie die sogenannte Dreier-Regel zum Überleben ganz genau kennen. Denn diese Überlebensregel kann Ihnen in einer Krisensituation wertvolle Zeit verschaffen und Ihnen somit das Leben retten.

Denn eine Notlage weit entfernt von der Zivilisation verlangt von Ihnen, dass Sie in der richtigen Reihenfolge handeln. Setzen Sie auf falsche Prioritäten, könnte die Situation für Sie lebensbedrohlich enden.

Manche Menschen besuchen deshalb einen Survival-Kurs, in dem sie lernen, wie man sich verhalten muss, um zu überleben. Diese Verhaltensweisen basieren immer auf der gleichen Überlebensregel, und zwar der obengenannten Dreierregel. Die Regel können Sie allerdings auch lernen, ohne dafür extra einen Kurs zu belegen. Dazu möchten wir Ihnen in diesem Beitrag einmal ganz genau erklären, was die Dreier Regel beinhaltet und geben Ihnen zudem noch die wichtigsten Survival Tipps mit auf dem Weg.

Wobei hilft die dreier Regel?

Kurz und knapp erklärt die Dreier-Regel, worum man sich in einer Notsituation zuerst kümmern sollte.  Denn der menschliche Körper stößt nach bestimmten Zeiten schnell an seine Grenzen:

  • Nach 3 Sekunden, wenn man sich unachtsam verhält.
  • Nach 3 Minuten, wenn man dem Körper keinen Sauerstoff mehr zuführt.
  • Nach 3 Stunden, wenn man ihm bei extremen Wetterbedingungen keinen Schutz bietet.
  • Nach 3 Tagen, wenn man ihm kein Wasser zuführt.
  • Nach 3 Wochen, wenn man ihm keine Nahrung zuführt.

Man muss also direkt von vorne herein Prioritäten setzen. Wenn Sie sich an die Dreierregel halten, dann haben Sie erheblich höhere Chancen die Notlage unbeschadet zu überstehen. Wir beginnen also mit den ersten drei Sekunden, in denen die mentale Einstellung extrem wichtig ist.

Dreier Regel Nr. 1: Drei Sekunden Unachtsamkeit

Zehn Prozent der Überlebenschancen hängen von einer guten Ausrüstung ab. Ein klarer Kopf entscheidet in einer Krisensituation jedoch zu 90 % über das eigene Überleben. Denn eine Notsituation ist immer eine mentale Belastung, die dazu führen kann, dass man Panik bekommt und Fehlentscheidungen trifft.

Man kann diese drei Sekunden, in denen man unachtsam ist, nicht mehr rückgängig machen. Um die Ruhe zu bewahren sollen Sie daher diese vier Schritte befolgen:

  • Gehen Sie kurz in sich und atmen Sie tief ein und aus
  • Überlegen Sie dann Ihren nächsten Schritt
  • Führen Sie den nächsten Schritt aus
  • Geben Sie eine ehrliche Beurteilung zu dem Ergebnis ab

Um Ihre Überlebenschancen zu erhöhen, sollten Sie vor jeder Tour eine alternative Route ausarbeiten. Gehen Sie dabei so detailliert vor, wie nur möglich und informieren Sie andere Menschen über Ihr Vorhaben und den Verlauf Ihrer Tour. Sie sollten außerdem berechnen, wann Sie ungefähr zurückkommen werden. Menschen, die daheim geblieben sind, können somit einen Suchtrupp losschicken, wenn Sie nach einer gewissen Zeit nicht zurück sind und sich nicht gemeldet haben.

Dreier Regel Nr. 2: Drei Minuten ohne Sauerstoff

Menschen werden nach höchstens drei Minuten ohne Sauerstoff ohnmächtig. In den meisten Fällen geschieht dies sogar schon früher. Sollten Sie eine Sportart mit einem Atemgerät (beispielsweise das Tauchen mit einer Sauerstoffflasche) betreiben, so sollten Sie diese Regel beachten. Tauchen Sie bei Störungen so schnell wie möglich wieder auf. Auch Bergsteiger arbeiten manchmal mit Atemgeräten, wenn sie sich in sehr hohen Gegenden befinden. Sollte Ihr Atemgerät ein Anzeichen machen, dass es nicht richtig funktioniert, dann sollten Sie Ihrem Kollegen direkt Bescheid geben.

Auch bei Feuerwehr-Einsätzen oder Einsätzen in kontaminierter Umgebung, kann diese Regel lebensrettend sein. Da man in diesen Fällen meist in einem Team arbeitet, sollte jeder aus dem Team wissen, was er in einem Notfall tun muss.

Dreier Regel Nr. 3: Drei Stunden ohne Schutz

Befinden Sie sich irgendwo im nirgendwo oder können Sie den Rückweg aus irgendeinem Grund nicht antreten, dann sollten Sie sich einen Unterschlupf suchen.

Oft kann das Wetter extrem schnell umschwingen. So wandert man vielleicht am Morgen bei strahlendem Sonnenschein los und findet sich plötzlich in einem starken Regenschauer wieder. Viele sind sich nicht bewusst, dass drei Stunden ohne Schutz das eigene Leben gefährden könnten. Regen sorgt bekanntlich für nasse Kleidung und dies führt schnell zu einer Unterkühlung des Körpers. Hitze und Sonne können zu einem Hitzeschlag und einem starken Flüssigkeitsverlust führen.

Ein Unterschlupf kann Sie vor Kälte, Hitze und Wind schützen und Ihnen somit das Leben retten. Suchen Sie vor allem nach Höhlen und hohlen Baumstämmen. Um sich aufzuwärmen, können Sie auch ein Lagerfeuer machen. Der aufsteigende Rauch wird außerdem die Suche nach Ihnen erleichtern.

Kenntnisse über das Feuermachen oder wie man sich einen Unterschlupf selbst baut, kann man sich vorab schon zuhause aneignen. Außerdem sollten Sie immer eine entsprechende Ausrüstung mit sich führen. Denn ein paar Streichhölzer oder ein Sturmfeuerzeug können am Ende über Ihr Leben entscheiden.

Dreier Regel Nr. 4: Drei Tage ohne Wasser

Wasser ist bekanntlich sehr wichtig, um zu überleben. Denn die meisten Menschen, die vermisst werden, verdursten irgendwann oder sterben an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser hervorgerufen werden.

Daher ist es umso besser, wenn Sie Ihre Unterkunft in der nähe eines Flusses oder ähnliches aufbauen. Sollte kein fließendes Gewässer vorhanden sein, dann können Sie Tautropfen von Pflanzen sammeln.

Wenn man sich gut vorbereiten möchte, kann man auch ein mobiles Wasserfiltersystem mit auf die Tour nehmen. Dieses filtert Viren und Bakterien aus dem Wasser heraus und beugt auf diese Weise Krankheiten vor. Alternativ kann man das Wasser auch ca. 10 Minuten lang abkochen, um die Bakterien abzutöten.

Dreier Regel Nr. 5: Drei Wochen ohne Nahrung

Am ehesten können wir Menschen auf Nahrung verzichten. Darum steht diese Regel auch ganz am Ende. Sie sollten dennoch auf jeder Tour eine Notration an Lebensmitteln mitnehmen.

Ansonsten müssen Sie die Survival Nahrung aus der Natur beziehen. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sie Maden oder Regenwürmer essen müssen. Häufig wachsen in Wäldern und am Wegesrand viele Pflanzen und Beeren. Auch Pilze sind manchmal am Boden zu finden. Wichtig ist, dass Sie die Gewächse sicher identifizieren können, um eine Vergiftung zu vermeiden.

Wenn Sie die richtige Ausrüstung dabeihaben, wie beispielsweise ein Taschenmesser oder Sie haben eventuell ein Rasiermesser dabei, dann können Sie auch versuchen, Fische im Fluss zu fangen oder eine Falle für wilde Tiere zu bauen. Oder aber Sie finden zufällig ein Vogelnest mit Eiern.

Wenn Sie Fährten lesen können, haben Sie ebenfalls einen großen Vorteil. Denn Fußabdrücke von Tieren führen meistens zu einem Ort, an dem es Trinkwasser gibt.

Das Fazit der 3er Regel zum Überleben


Wenn Sie die 3er Regel immer im Hinterkopf behalten, werden Sie auf jede Notlage optimal vorbereitet sein. Sie werden mit dieser Regel nämlich die richtigen Prioritäten setzen und Fehlentscheidungen vermeiden.

Aber auch eine gute Planung von vorneherein, sowie gewisse Kenntnisse über das Feuermachen und eine mentale Stärke können Ihnen in Krisensituationen das Leben retten. Es gibt sogar Menschen, die sich auf Ausnahme  Situationen vorbereiten, dies können Sie hier nachlesen