• Fördervoraussetzungen

    Was wird gefördert?

    Der Freistaat Thüringen und der Bund gewähren Zuwendungen zu den Kosten von Kinderwunschbehandlungen im Wege der In-Vitro-Fertilisation (IVF) und der Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) im ersten bis vierten Behandlungszyklus.

    Wer kann eine Förderung erhalten?

    Ehepaare und Paare in einer festgefügten Lebensgemeinschaft können eine Förderung erhalten, wenn der gemeinsame Hauptwohnsitz in Thüringen ist, im Übrigen die Voraussetzungen des § 27a SGB V erfüllt sind und die Behandlung in einer Thüringer Reproduktionseinrichtung bzw. einer Einrichtung in einem angrenzenden Bundesland erfolgt.

     

     Im § 27 a SGB V ist im Wesentlichen festgelegt, dass

    • ausschließlich Ei- und Samenzellen der Partner verwendet werden,

    • der Anspruch nur für Versicherte besteht, die das 25. Lebensjahr vollendet haben; … der Anspruch nicht für weibliche Versicherte, die das 40. und für männliche Versicherte, die das 50. Lebensjahr bereits vollendet haben, besteht.

    Wie hoch ist die Förderung?

    Unverheiratete Paare:

    Verheiratete Paare

    1.-3. IVF:

    bis zu 25 %, max. jedoch 800 €

    1.-3. IVF:

    bis zu 50%, max. jedoch 800 €*

    4. IVF:

    bis zu 50%, max. jedoch 1.600 €

    4. IVF:

    bis zu 50%, max. jedoch 1.600 €*

    1.-3. ICSI:

    bis zu 25%, max. jedoch 900 €

    1.-3. ICSI:

    bis zu 50%, max. jedoch 900 €*

    4. ICSI:

    bis zu 50%, max. jedoch 1.800 €

    4. ICSI:

    bis zu 50%, max. jedoch 1.800 €*

    * vom verbleibenden Selbstkostenanteil nach Abrechnung mit der gesetzlichen/und oder privaten Krankenversicherung bzw. Beihilfestellen/Heilfürsorge

    Hinweis: Grundlage der Berechnung ist der im Antragsverfahren vorgelegte, von den gesetzlichen Krankenkassen genehmigte Behandlungs- und Kostenplan bzw. bei privat Versicherten sowie Paaren in einer festgefügten Lebensgemeinschaft der aktuelle Kostenvoranschlag. Etwaige, den Behandlungs- und Kostenplan bzw. den Kostenvoranschlag übersteigende Ausgaben sind nicht zuwendungsfähig und können bei der späteren Abrechnung nicht anerkannt werden.

    Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

    • Jede Maßnahme der assistierten Reproduktion ist vor Behandlungsbeginn gesondert zu beantragen. Wiederholungsversuche nach abgebrochenem Behandlungsversuch sind gesondert zu beantragen. Als Behandlungsbeginn zählt das Einlösen des ersten Rezeptes.

    • Paare stellen vor Beginn eines jeden Behandlungszyklusses einen Antrag auf Gewährung einer nicht rückzahlbaren Zuwendung für eine IVF- bzw. ICSI-Behandlung.
    Nachträglich beantragte Zuwendungen für bereits begonnene oder abgeschlossene Behandlungen können nicht berücksichtigt und gefördert werden.

    Hinweis: Sollten Sie vor dem Erhalt des Zuwendungsbescheides die Behandlung bereits beginnen, verlieren Sie den Förderanspruch. Eine Zustimmung zu einem vorzeitigen Beginn der Behandlung kann aktuell aufgrund der für das Haushaltsjahr 2017 nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehenden Fördermittel nicht mehr erfolgen. Sollten Sie Ihre Behandlung deshalb in das Jahr 2018 verschieben, ist für eine Förderung eine neue Antragstellung erforderlich.

    • Informationen zu beizufügenden Unterlagen finden Sie hier oder auf dem jeweiligen Antrag

    • Umgehend nach Antragseingang erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.

    • Nach eingehender Prüfung des Förderantrages durch die Stiftung FamilienSinn geht Ihnen ein Zuwendungsbescheid mit Empfangsbestätigung / Rechtbehelfsverzicht sowie einem Auszahlungsantrag zu. Dann können Sie mit der Behandlung beginnen.

    Was ist bei der Auszahlung zu beachten?

    • Den ausgefüllten Auszahlungsantrag sowie die Empfangsbestätigung / Rechtsbehelfsverzicht senden Sie zusammen mit allen Rechnungen und Rezepten (Kopien) an die Stiftung FamilienSinn zurück.  

    Hinweis: Nicht gefördert werden Sach- und Verwaltungskosten sowie Leistungen, die nicht im regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind: Dies sind beispielsweise: Privatrezepte, Zuzahlungen/Rezeptgebühren, Kryokonservierung, Kryolagerung, Kryotransfer, Assisted hatching, EmbryoGlue, Ca-Ionophor, PICSI, Blastozystenkultur/ Embryoskop, TESE etc.

    • Nach Prüfung des Auszahlungsantrages erhalten Sie einen Auszahlungsbescheid. Der abschließend berechnete Zuwendungsbetrag wird nach Rechtskraft des Zuwendungsbescheides und Prüfung des Auszahlungsantrages auf das jeweils angegebene Konto überwiesen.

    Wichtiger Hinweis: Kassenschluss für Auszahlungen ist der 8. Dezember 2017! Nach dem Kassenschluss eingehende Auszahlungsanträge können nicht mehr ausgezahlt werden.