• Familienorientierte Überschuldungsprävention

    Das Projekt soll einen Beitrag zur Stärkung der Finanzkompetenz von Familien und Alleinerziehenden leisten. Zu diesem Zweck werden bedarfsgerechte Angebote für Familien und Alleinerziehende entwickelt. Es erfolgen Schulungen von MultiplikatorInnen, die innerhalb ihrer Arbeit mit Familien Informationen weitergeben und verwenden. Themen wie Haushalts- und Budgetplanung, Ursachen und Risiken von Überschuldung und die Konsumerziehung der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Überschuldung bedeutet Armut und soziale Ausgrenzung für die Betroffenen und ihre Familien sowie Lasten für die Wirtschaft und die Gesellschaft. Nach dem aktuellen Schufa- und Schuldenatlas sind etwa 3,6 Mio. Haushalte in Deutschland überschuldet, allein in Thüringen beträgt die Schuldnerquote 9,%.

    Damit stellt Überschuldung ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft dar. Die Ursachen sind vielfältig. Neben kritischen Lebensereignissen, wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung sind auch unzureichende Kompetenzen im Umgang mit Geld und Finanzen ausschlaggebend für Überschuldung. Besonders bei Familien und vor allem bei Alleinerziehenden besteht ein erhöhtes Überschuldungsrisiko. Mit der Geburt von Kindern muss die bisherige Haushaltsführung neu überdacht werden, da Verdienstausfälle durch Kinderbetreuung oder Teilzeitarbeit die Einnahmen und damit auch die möglichen Ausgaben beeinflussen. Daneben wird die Konsumerziehung der Kinder innerhalb der Familie notwendig, um Finanzkompetenz zu entwickeln und Kinder später mündige Verbraucher werden.

    Das Projekt „Familienorientierte Überschuldungsprävention" hat zum Ziel, die Kompetenzen von Familien im Umgang mit Geld und Finanzen zu stärken und Überschuldung somit zu vermeiden. Vor dem Hintergrund eines präventiven Ansatzes sollen Familien u.a. über hauswirtschaftliche Informations- und Bildungsangebote direkt unterstützt werden.

    Ziele:

    • Stärkung der Kompetenzen von Familien im Umgang mit Finanzen
    • Strategieentwicklung zur persönlichen Finanzplanung
    • Förderung und Auseinandersetzung mit dem persönlichen Konsumverhalten
    • Förderung der offenen Kommunikation über das Thema Geld innerhalb der Familie
    • Sensibilisierung von Multiplikatoren für die Themen Finanz- und Konsumkompetenz in Familien

    Methodik:

    • Unterstützung der Präventionsarbeit der Fachkräfte in den Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen Thüringens
    • Thüringenweite MultiplikatorInnenschulungen für Fachkräfte der Familieneinrichtungen, Kindertagesstätten und Grundschulen

    durch:

    • gezielte Öffentlichkeitsarbeit (regelmäßige Newsletter, Pressemitteilungen)
    • bedarfsgerechte Workshops, Fachtagungen, Seminare
    • Bereitstellung von Materialien zur Präventionsarbeit

    Newsletter 2016 Nr. 4

    Infoblatt zum Projekt

    Tipps und Hinweise rund ums Geld

    Taschengeld-Warum?

    Ansprechpartnerin:

    Anja Draber
    Tel.:  0361 - 744 38 120 
    Fax : 0361 - 744 38 123

    Mail: fbs-familie@liga-thueringen.de

    Homepage: http://www.fbs.liga-thueringen.de/